Pension Wiesenau in der Presse
     
am 17. August 2006 schrieb der Kreis Anzeiger
wir dankem dem Kreis Anzeiger für die Erlaubnis diesen Artikel hier aufzuführen.

Ministerpräsident kam als Star - Kurgast

Sommerreise führte Roland Koch nach Bad Salzhausen

BAD SALZHAUSEN (wk). Vor Jahren war Roland Koch schon zu Gast in Bad Salzhausen. "Damals war es ein vom Land Hessen geführtes Staatsbad und Roland Koch normaler Landtagsabgeordneter", erinnerte sich Niddas Bürgermeisterin Lucia Puttrich. Anlass für den Rückblick war der gestrige Besuch des hessischen Ministerpräsidenten in Bad Salzhausen. Der Landesvater hat seine diesjährige Sommerreise unter das erklärte Ziel gestellt, Werbung für den Tourismus in Hessen zu machen. Nach dem Medienaufgebot zu urteilen, das ihn begleitete, dürfte ihm das gelungen sein. Aus Anlass des Besuchs hatten sich neben Regierungspräsident Gerold Dieke auch Niddas Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Potinius, Landtagsabgeordneter Klaus Dietz sowie örtliche Mandatsträger am Kurhaushotel eingefunden. Der Ministerpräsident schenkte seine Aufmerksamkeit nicht nur den Gastgebern. Auf dem Weg zum Kurpark zeigte der Landesvater Volksnähe als er den zehnjährigen Dennis Kellner und dessen Großmutter, Ingrid Kellner, traf. Trotz seines engen Terminplanes nahm er sich Zeit, um mit dem Jungen zu plaudern. Dabei erfuhr er, dass Dennis kein Kurgast ist, sondern in Bad Salzhausen lebt und gerade Gästen der Pension Wiesenau, die seine Eltern betreiben, den Kurort zeigte. Dann fing es an zu regnen. Woraufhin Koch den angebotenen Regenschirm mit den Worten ergriff: "Na, dann machen wir doch mal richtig Werbung für den Ort". Was als Aufforderung an die Medienleute gemeint war, die Kameras in Funktion zu bringen. Schließlich prangte auf den blauen Schirmen groß der Schriftzug von Bad Salzhausen. Wie es sich für einen Kurgast ziemt, probierte Koch auch von der Solequelle. Doch zeigte sein Gesichtsausdruck, dass das gesunde Heilwasser nicht ganz sein Geschmack ist. "Es schmeckt gar nicht bitter, aber sehr salzig", so der Kommentar des Ministerpräsidenten. Was ihn aber nicht davon abhielt, auf Wunsch der Medienvertreter mehrfach einen kräftigen Schluck des Gesundheitsquells zu sich zu nehmen.

Aufmerksam lauschte Koch während des Spaziergangs durch die Parkanlage den Ausführungen von Gärtnermeister Martin Nagorr und den historischen Informationen über den Kurort durch Christian Renner. Besonderes Interesse zeigte der Ministerpräsident im Anschluss an den Erläuterungen zur wirtschaftlichen Situation von Bad Salzhausen. Der Geschäftsführer des Staatsbades, Helmut Schmitt, brachte dabei zum Ausdruck, dass er in diesem Jahr erstmals die defizitäre Entwicklung des Kurortes stoppen wolle. Auch das Kurhaushotel sei durch umfassende Sanierung und sein spezielles Tagungsangebot wieder im Aufwind, berichtete der Betriebsleiter des Hauses, Peter Anthes. "Der Verkauf des Staatsbades an die Stadt Nidda zeigt positive Wirkungen", kommentierte Koch die Ausführungen der Rathauschefin sowie die von Schmitt und Anthes. "Diese Entwicklung hätte niemals stattfinden können, wenn das Bad weiter unter Landesregie geblieben wäre", ergänzte der Ministerpräsident beim Abschlussempfang im Parksaal. Insgesamt könne er die Aussage des Regierungspräsidenten, Bad Salzhausen gehe es gut, aber mit den üblichen Problemen eines Kurortes, unterstreichen. Die Kombination der Angebote, von der Kur über Hochzeiten, Tagungen bis hin zu Pauschalangeboten in einer sehr reizvollen Umgebung sei jedoch eine gute Lösung. Daher habe die Bürgermeisterin recht, wenn sie erkläre, Bad Salzhausen sei von der Kommunalisierung vor drei Jahren auf dem richtigen Weg in die Zukunft. Dabei müsse aber berücksichtigt werden, und das habe man in Nidda erkannt, dass es ein langer Weg sei, damit man schwarze Zahlen schreiben könne.